von Sonja Mannhardt | Juni 1, 2016 | Blog, Unkategorisiert
Mittlerweise sind etwa 25% (KMU´s) bis 38% (Altersklasse bis 39 Jahre) aller Führungskräfte Frauen (Statistika, 2014; BMFSMJ, 2010). Doch weibliche Führungskräfte sind keinesfalls gleichzusetzen mit ihren männlichen Kollegen. Spätestens seit John Gray seinen Bestseller auf den Markt und uns damit zum Schmunzeln brachte, wissen wir, dass Männer anders sind und Frauen auch (Grey, 1992 ). Seit mehr als 20 Jahren wird untersucht, ob Frauen und Männer verschieden führen (Eagly, 1992) und seit einiger Zeit werden ihnen mehr oder weniger unterschiedliche „Mentalitätsmuster“ zugeschrieben (BMFSMJ, 2010, S.17f).
Wir wissen ebenfalls, aus verschiedensten Studien, dass männliche und weibliche Führungskräfte unterschiedlich krank sind und auf beruflichen Stress sehr verschieden reagieren.
Während Frauen eher zu psychischen und psychosomatischen Krankheiten neigen, sind Männer besonders im Stress eher anfällig für Übergewicht und hohen Blutdruck.
Männer:
Männer gelten als robust. Anderes jedoch lassen Statistiken erahnen, die die Lebenserwartung erfassen. Demnach sterben sie im Schnitt sechs Jahre früher als Frauen.
Männer aber gelten als Vorsorgemuffel. Sie bringen lieber ihr Auto in den TÜV als selbst zum Vorsorgecheck zu gehen. Das beklagen Krankenkassen wie medizinische Fachgesellschaften gleichermaßen. Mehr als jeder zweite geht gar erst zum Arzt, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden lässt, ergab eine Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2010. Zwar sind sie im Schnitt pro Jahr einen Tag weniger krank als Frauen, doch tun sie weniger dafür: Männer ernähren sich Studien zufolge ungesünder, haben mehr Unfälle, trinken mehr Alkohol, nehmen häufiger illegale Drogen und rauchen mehr.
Die Folgen solcher Lebensweisen zeigen sich in Übergewicht, Herzkreislauf-Erkrankungen, Lungenkrankheiten und einer höheren Krebshäufigkeit insgesamt. Und wenn der Stress zu viel wird, streicht auch die Erektion, was widerum dem männlichen Selbstwert zusetzt. Und dass auch beim starken Geschlecht psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch sind und Männer stark sein wollen bis zur Selbstverleugnung, zeigt der erste Männergesundheitsreport 2013.
Frauen:
Der kleine Unterschied ist größer als gedacht.
Bei Depressionen, Krebs und Herzinfarkt sind Frauen anders krank als Männer, wie der aktuelle DRK-Gesundheitsreport 2016 eindrücklich zeigt. Frauen mit ihrem hohen Pflichtbewusstsein gehen sogar häufiger krank zur Arbeit als Männer und Frauen stemmen trotz zunehmender Gleichberechtigung den Löwenanteil bei der Haushaltsführung und bei der häuslichen Pflege von Angehörigen. Frauen stehen in den typischen Lebensphasen Schwangerschaft, Menopause vor riesigen Umbrüchen; Frauen leben anders im Beruf und im Privatleben, denken, fühlen und handeln anders.
Jede Frau ist einzigartig
Doch seien wir mal ehrlich. DIE Frau gibt es gar nicht, sondern jede von uns ist einzigartig. So vielfältig wir alle sind, so vielschichtig und unverwechselbar ist unsere Persönlichkeit, sind unsere Stärken und der Umgang mit Widrigkeiten des Lebens, die zweifelsfrei zu jedem Leben dazu gehören. Wo eine Frau mit sich, ihrem Körper, ihrem Gewicht hadert, so verzweifelt eine andere eher, wenn es im Beruf nicht rund läuft. Wieder eine andere kommt an ihre Grenzen in Anbetracht der Dreifach- oder Vierfachbelastung (alleinerziehende Mutter, Haushalt, Berufstätigkeit, Elternpflege), wieder einer anderen Frau macht die Menopause und der Weggang der Kinder schwer zu schaffen, eine andere hat mit einer Krankheit zu kämpfen. Wieder eine andere Frau kommt aus dem Gleichgewicht, als ihre Ehe zu scheitern droht, während für andere in der gleichen Situation das eigene Wohl und die persönliche Balance durchaus stabil bleibt.
Maßnahmen der Prävention – BGM & Coaching
Gesundheit und Berufstätigkeit gleichermaßen im Blick behalten
Wir meinen: Gruppenabnehmprogramme, in denen nicht auf Geschlechterunterschiede wert gelegt wird, sind ebenso unbrauchbar, wie „Stressmanagementkurse“. Das alles ist viel zu teuer und kaum langfristig effektiv, denn auf den Einzelnen, sein Leben und seine Schwierigkeiten, wird kaum Rücksicht genommen.
Herbert Rebscher sieht vor diesem Hintergrund auch bei der Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements große Chancen. „Heute geht es für uns als Krankenkasse nicht mehr um die Notwendigkeit des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Vielmehr geht es um bestmögliche Umsetzungsstrategien“, erläutert der DAK-Chef.
„Je genauer wir Erkrankungen mit individuellem Verhalten und Verhältnissen in Beziehung setzten können, umso gezielter können wir präventiv wirken. Hier spielen die verschiedenen Zugänge und Versorgungbedürfnisse von Frauen und Männern eine große Rolle.“ Darüber hinaus könne so auch eine bessere Effizienz in der Versorgung erreicht werden.
Auf diese individuellen Unterschiede wird bei unseren Angeboten Rücksicht und Bezug genommen:
- Individuelles Coaching statt Gesundheitskurse für JedermannSpekuliert wird darüber, weshalb Frauen eher Coaching in Anspruch nehmen und weshalb sich insbesondere CEO´s schwer damit tun (LaBier, 2013, Larcker et.al., 2013). Könnte es also sein, dass weibliche und männliche Führungskräfte auch unterschiedlich von Executive Coaching profitieren, oder spielt das Geschlecht keine Rolle? Wir meinen:
Nicht das Geschlecht spielt eine Rolle, sondern die Bereitschaft, sich auf einen Coaching-Prozess einzulassen und sich den Fragen zu stellen, die das Leben an die Führungskraft stellt. Und, wenn Männer durch Coaching-Maßnahmen nicht das Gefühl bekommen „repariert werden zu müssen“, oder gar „unfähig zu sein, es nicht alleine zu schaffen“, sondern echte Hilfe zur Selbsthilfe zu bekommen, so finden sich – zumindest in meinen Coachings keinerlei Geschlechterunterschiede; im Gegenteil! Meine Hauptklientel sind starke Männer in Führung.
- (R)AUSzeiten statt warten auf die psychosomatische KlinikInsbesondere high performer wollen nicht krank sein, geschweige denn für psychisch krank erklärt werden oder gar in eine Klinik eingewiesen werden. Doch auch in banalen „Stresskursen“ fühlt sich meine Klientel nicht am „richtigen Platz“. Daher bieten wir seit vielen Jahren (R)AUSzeiten an. Individuelle 4 – 10 tägige Einzelcoachings kombiniert mit einer (R)AUSzeit in die Natur. Laufen auf dem Jakobusweg, arbeiten im Weinberg, Wellness für Frauen, oder Contemplation in einem Kloster im Schwarzwald. Es ist für Jeden etwas dabei, um sich selbst besser zu verstehen, etwas für sich und seine Gesundheit, sein Wohlergehen zu tun und sich Zeit zu nehmen, den Menschen, der man ist, als Ganzheit zu begreifen. Denn der Berufsmensch ist vom Privatmensch und vom Gesundheitsmensch nicht zu trennen, sondern nur als Einheit verstehbar.Wir sind spezialisiert auf:> Ernährungstherapie bei ernährungsabhängigen Erkrankungen
> Burnoutprävention
> Frauengesundheit
> Managergesundheit
> Partnerschaftsproblematiken
> Erziehungsproblematiken
> Konflikte und Mobbing im Beruf„Viele Frauen befinden sich in belastenden Lebenssituationen, beispielsweise als alleinerziehende Mutter, Tochter pflegebedürftiger Eltern oder in der Doppelrolle beruflicher und familiärer Herausforderung. Vielen von ihnen fehlt die dringend benötigte Entlastung und die Anerkennung ihrer Leistung“, sagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.
Aus eigener Erfahrung: Auch hier kenne ich mich sehr gut aus und unterstütze auch Sie gerne darin, an den Vielfachbelastungen, die an Sie gestellt sind, nicht zu zerbrechen!
Gehen Sie mit mir auf Entdeckungsreise und buchen Sie unser Führungskräftecoaching oder eine unserer (R)AUSzeiten, egal ob Mann oder Frau in Führung. Wir freuen uns auf Sie!
Allgemein:
Präsentation DAK Gesundheitsreport 2016
Leseempfehlungen für Männer:
Männergesundheitsreport
Impotenz
ZDF volle Kanne
Frauengesundheit:
Frauengesundheitsportal
von Sonja Mannhardt | Mai 31, 2016 | Blog, Unkategorisiert
War es im letzten Jahr noch die „Lobkultur“, die „Bonidebatte“, so ist es jetzt also die Technik der „Spot awards“, die es richten soll. Auszeichnung, Ehrung sind die deutschen Begriffe für award, doch was sich hinter spot awards verbirgt, ist keine Ehrung, sondern nichts anderes als das uralte Belohnungsprinzip mit neuem, modern klingendem Begriff.
Um Mitarbeiter zu motivieren, wird am Ende einer Leistungskette für das Ergebnis „belohnt“ und zwar monetär. Das neue daran: Nicht mehr am Ende eines Jahres, als Bonuszahlung (auf die man ja als Empfänger spekulieren kann), werden die modernen Pawlowschen Hunde jetzt einfach ganz spontan und unvorhersehbar belohnt, oder auch „dressiert“, wie man es ebenfalls nennen könnte. Das sind also „spot awards“ – spontane Belohungen für gute Ergebnisse von Führungskräften.
Die Vorteile, die benannt werden sind einfach:
unkompliziert für den Arbeitgeber
speziell geeignet für Klein- und mittelständische Unternehmen
dort einsetzbar wo „high performer“ gehalten werden wollen, aber das know-how für für Boni-Konzepte fehlt
Während man in der Szene bereits eine „neue Methode“ wittert, wie man es doch schafft, Menschen extrinsisch zu motivieren, möchte ich zunächst einmal den Blick in die Pädagogik wagen:
- Menschen lassen sich nicht motivieren. Sie finden Interesse an der Aufgabe selbst. Das fand M. Montessori bereits vor vielen Jahrzehnten heraus.
- Belohnungen für ein Ergebnis zu „zahlen“ ist einfach. Viel effektiver ist es jedoch, Menschen dann zu ERMUTIGEN, wenn sie unterwegs aufgeben wollen, sich nicht mehr selbst motivieren können.
- Belohnungen machen abhängig, weil die Konzentration nicht auf der Sache selbst liegt, sondern auf der Belohnung. Aus der Pädagogik wissen wir, dass der Grad zwischen ermutigender, wertschätzender Belohung und Entmutigung schmal ist.
In einem Experiment stellte man fest, dass die Haltung der Führungskraft dabei entscheidend ist: Wird Belohnung als Technik eingesetzt, so wirkt es aufgesetzt und unehrlich, nicht wertschätzend, sondern höchst entmutigend.
Es hängt folglich entscheidend von der Person ab, ob ein „slot award“ als wertschätzende Ermutigung, oder als Technik aufgefasst wird, um Menschen zu Pawlowschen Hunden heranzuziehen. Und, es bleibt fraglich, ob man mit Awards wirklich high performer halten kann, oder ob es nicht ermutigender wäre,
a.) alle Mitarbeiter gemäß ihren Stärken zu fördern und zu fordern
b.) ihnen häufiger von Mensch zu Mensch zu sagen, wie sehr man deren Beitrag und Arbeitseinsatz wertschätzt, nicht erst am Ende, sondern gerade in der Mitte eines Projektes oder dann, wenn es besonders schwierig ist
c.) wenn in Unternehmen generell die Prinzipien des Vertrauens, der gegenseitigen Wertschätzung gelebt würde, dann bräuchte es auch keine slot awards.
Oder was meinen Sie? Was für Erfahrungen machen Sie mit „Belohnungs-Boni“, oder „Slot awards“, oder einer generellen Unternehmensethik, getragen von Vertrauen und Wertschätzung?
Mehr dazu:
Berkley spot awards
XING Branchen news
von Sonja Mannhardt | Apr. 30, 2016 | Blog, Unkategorisiert

Wir tun immer so, als ob es eine Trennung zwischen Privatleben und Beruf gäbe. In Trainings kommt das Thema nie vor und überhaupt muss alles Emotionale vor der Businesstüre bleiben. Es wird in Coachings für gewöhnlich auch strikt zwischen Life-Coaching und Executive-Coaching getrennt, doch ist das überhaupt möglich?
Ist es nicht vielmehr so, dass sich diese Lebensbereiche gegenseitig beeinflussen und bedingen, dass unsere Persönlichkeit überall auf dieselbe Art und Weise wirkt? Wenn Sie jetzt vehement verneinen und behaupten, sie seien privat ja gaaanz anders, so schauen Sie doch bitte mal ganz genau hin. Dass wir nicht wirklich „aus unserer Haut“ können, das entdeckte bereits vor fast 100 Jahren A.Adler und sein Schüler R. Dreikurs. Umso erstaunlicher, dass es heute so gut wie nicht mehr thematisiert wird. Wo gehen Führungskräfte folglich hin mit ihren privaten Anliegen? Gehen Sie mit Ihren Eheproblemen zu offiziellen Partnerschaftsberatern? Ich denke, es ist vielmehr so, dass Probleme gerne kleingeredet, ignoriert oder unter den Teppich gekehrt werden. Schweigen und bloß nicht darüber reden.
Doch wie lange geht das gut? Häufig kommen Betroffene erst zur Beratung, wenn es lichterloh brennt: Hier einige Beispiele:
„Können Sie uns bitte helfen. Mein Mann möchte gerne sein Verhalten verstehen, das fast unsere Ehe kostet. Er ist jetzt bereit sich helfen zu lassen, denn er weiß, dass wenn er mich weiterhin bei Schwierigkeiten tot schweigt und mich mit Liebesentzug bestraft, werde ich ihn verlassen.“
Da sitzen Sie nun bei mir in der Praxis. Er, Rentner, der es gewohnt war in seinem Berufsleben keine Götter über sich zu haben, Befehle zu erteilen. Sie, Rentnerin, eine temperamentvolle, emotionale Frau, die Streits nicht als problematisch ansieht, sondern als Möglichkeit, sich wieder anzunähern. Doch er reagiert nicht so, wie sie es erwartet. Er streitet nicht, sondern zieht sich zurück und schweigt.
„Können Sie mir helfen? Vor einigen Monanten hat sich meine Frau von mir getrennt und mir hat es den Boden unter den Füßen weggezogen. Jetzt ist es so schlimm, dass ich Schwierigkeiten in meinem Beruf als Führungskraft bekomme. Wieso? Weshalb auf diese Weise? Was habe ich nur falsch gemacht? Ich komme aus dem Grübeln nicht mehr heraus.“
Sie hätten niemals gestritten und er hat ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Warum sie so plötzlich von ihm wegwill, kann er nicht verstehen. Sie hat ja nie etwas gesagt.
„Ich brauche dringend ihre Unterstützung. Mein Mann, Manager einer großen Firma hat gestern zu mir gesagt, ich sei zu blöd sogar zu entscheiden welche Farbe unsere neue Küche haben soll. Jetzt ist das Maß voll und ich habe mich dazu entschlossen, mich zu trennen, obwohl ich befürchte, dass er mir die Hölle auf Erden machen wird, denn er betrachtet mich seit über 15 Jahren als sein Besitz. Er geht mit mir so um, wie mit seinen Mitarbeitern. Das ist nicht der Mann, den ich im Studium kennen und lieben lernte.“
„Ich bin zu ihm gezogen, mit meinen Kindern, ohne groß nachzudenken. Doch jetzt habe ich das Gefühl, dass ich keinen Platz in seinem Leben bekomme. Jetzt erst lerne ich ihn kennen. Sein Perfektionismus lässt meinen Kindern keinen Raum, permanent wird gemaßregelt, Kritik geübt. Er ist so perfekt eingerichtet, dass von mir kein Möbelstück integriert wird und er tatsächlich hinter mir herwischt, obwohl ich auch ordnungsliebend bin, doch er gibt mir das Gefühl seinen Ansprüchen nie zu genügen. Wenn ich ihn darauf anspreche, dann merke ich, dass er mich überhaupt nicht ernst nimmt. Mich belastet das Ganze so, dass ich nicht mehr richtig arbeiten kann.“
Werte Leser, ich lade Sie ein, ganz diskret auch private Themen anzusprechen, denn wir sind alles nur Menschen und als Mensch sind wir ganz. Wenn uns private Probleme belasten, dann leidet auch die Leistungsfähigkeit im Beruf, wenn wir mit beruflichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, so wirkt sich das häufig auch privat aus.
Meine Erfahrung: Wenn das, was uns Sicherheit gibt, nämlich intakte private Beziehungen, ins Wanken geraten, dann wankt der ganze Mensch, denn dort wo er ganz privat ist, ist er am verletzlichsten.
von Sonja Mannhardt | März 20, 2016 | Blog, Unkategorisiert
Ich kann mich noch gut an die erste Führungskraft erinnern, die nach einigen Coachinggesprächen das Tabuthema „Drogen“ zur Sprache brachte. Er drukste herum und nahm ein paar Anläufe, bis er auf den Punkt kam: „Frau Mannhardt, ich habe im Internet gelesen, dass man mit Ihnen auch über private Dinge reden kann.“ „Kann man sich auf Sie verlassen, dass das auch alles unter 4 Augen bleibt.“ „Nicht dass Sie mich falsch verstehen, aber Sie kennen sich doch auch in medizinischen Themen aus und wie ich las auch mit Süchten.“ „Ich hätte da ein Thema, das ich gerne mal mit Ihnen besprechen möchte.“ Es handelte sich um Alkohohl und Kokain.
So wie dieser Führungskraft geht es offenbar mehr und mehr erfolgsverwöhnten Menschen, zuletzt traf es Volker Beck mit Chrystal Meth. Der Stab über Beck war schnell gebrochen, dabei haben Drogen längst ihren festen Platz im Alltag der Deutschen. Ein Viertel der Bundesbürger hat Erfahrungen mit illegalen Rauschmitteln, ganz zu schweigen von den legalen wie Alkohol.
Eine Studie der Krankenkasse DAK kam im vergangenen Jahr zu dem Schluss, dass knapp drei Millionen Menschen in Deutschland bereits zu verschreibungspflichtigen Pillen gegriffen haben, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen.
Irgendwann geht es nicht mehr. Immer höher, immer weiter, immer schneller. Der Maximierungswahn fordert seinen Tribut. Noch vorne wird noch gelächelt, gute Miene zum bösen Spiel gemacht, vertuscht, dass man(n) an seine Grenzen stößt, doch hinter den Kulissen wird ausgesprochen, was bisher unter Verschluss ist: Rien ne vas plus – ohne Drogen.
Die Ziele liegen auf der Hand:
Leistungssteigerung
Ventil um mit Stress und Druck umzugehen
Durchhalten in höchster Anspannung
Flucht aus dem Alltag
Verdrängung von Problemen
Entspannung
keine Schwäche zeigen
Gefühle verdrängen
Betäubung bei Misserfolgen
Doping als Duchhaltestrategie? Der Druck nimmt zu und Möglichkeiten im 15 Stundenjob nehmen ab, bis – ja bis eben auch mit Drogen nichts mehr geht und der Mensch eben nicht mehr funktioniert und das Selbstwertgefühl immer mehr leidet, denn die Wirkung ist zunehmen kurz, der Schaden dafür umso länger.
Obwohl es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die eine eindeutige Suchtpersönlichkeit nachweisen würden: Manager sind schon qua Berufsbeschreibung empfänglich für eine Drogenkarriere. Gefährdet sind Psychiater Mundle zufolge besonders narzisstisch veranlagte Menschen, „deren Ego extrem auf Anerkennung und eine gute Außendarstellung angewiesen ist“.
So wie der Wunsch, den eigenen Körper zu optimieren, dazu geführt hat, dass Schönheitsoperationen im Mainstream angekommen sind, könnte auch die Verbreitung von Doping im Job zunehmen, um als Leistungssubjekt zu funktionieren.
Doch der Mensch ist kein Leistungssubjekt und auch keine Humanressource, weder im Angestellenverhältnis, noch in den Chefetagen. Der Mensch ist Mensch und damit weder optimierbar, noch unfehlbar.
(R)AUS aus der Dopingfalle
Ja es grenzt schon an eine narzisstische Kränkung, sich eingestehen zu müssen, dass es nicht ohne Unterstützung geht und dabei meine ich nicht der Konsum von Drogen, sondern der (R)AUSweg aus der Dopingfalle. Natürlich können Sie sich unter falschem Namen in einer Privatklinik anmelden, die pro Tag zwischen 300-400 Euro kostet, natürlich können Sie Hilfe bei einem Psychotherapeuten suchen und auf ihren Therapieplatz bis zu 9 Monten warten, nätürlich können Sie noch ein Jahr warten, etwas zu unternehmen und sich einreden, dass Sie es schon selbst schaffen werden; oder Sie vertrauen sich erst einmal einem Menschen an, der mit Ihnen zunächst einmal ganz untherapeutisch „hinter die Kulissen schaut“, Sie weder therapieren, noch überzeugen will, die Finger davon zu lassen…
Lassen Sie uns gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen:
Was hat mein jetziges Problem mit meiner Geschichte, meiner Vergangenheit zu tun?
Wovor weiche ich aus? Welchen Ängsten möchte ich nicht ins Gesicht schauen?
Weshalb ist es so schrecklich, sich Unterstützung zu holen, wozu so wichtig, es alleine zu schaffen (wer Drogen braucht schafft es nicht alleine – er glaubt nur, keine Menschen zu brauchen)?
Das sind Fragen, denen in tiefenpsychologischem Coaching nachgespürt werden könnte….
Nein – Coaching ist keine Therapie, kann diese auch nicht ersetzen, denn Coaching wendet sich an psychisch Gesunde…Und doch, oder gerade deshalb kann es für sehr unabhängige Menschen eine Chance sein, überhaupt einmal Unterstützung in Anspruch zu nehmen, sich dem eigenen Ich und dem was sich im Unbewussten abspielt zu nähern.
Was aus meiner Führungskraft geworden ist?
Er erkannte sehr schnell seine verborgenen Ängste und Nöte, er erkannte, was er alles unterdrückt. Er erkannte schmerzlich, was sein Zwang stets der Beste, der Erfolgreichste, Coolste und Klügste zu sein mit seiner frühen Kindheit zu tun hat, er erkannte – sich und die unbewussten Motive seines Handelns…und ist heute Drogen frei…
Der Preis: Er ist nicht mehr „Everybodys Darling“ nicht immer „gut drauf“und auch nicht mehr der „perfektionistische Chef“- sprich authentisch und echt. Und nicht nur seine Mitarbeiter, auch seine Familie weiß das sehr zu schätzen…
Wie sagte mir vor Kurzem seine Frau: „Frau Mannhardt, ich habe keine Ahnung, was Sie damals mit meinem Mann besprochen haben, aber ich weiß, dass ohne diese Gespräche es unsere Ehe nicht mehr gäbe.“
von Sonja Mannhardt | Feb. 18, 2016 | Blog, Unkategorisiert
„Menschen wollen nur zwei Dinge: Alt werden und dabei jung bleiben.“
Senioren sind verschieden
Wir kennen Sie alle, die rüstigen Senioren, die mit Wanderstöcken, Wohnmobil oder Bussen unterwegs sind und auch weite Reisen mit über 80 Jahren noch auf sich nehmen. Gesund und fit, so wünschen sich alle ihren Lebensabend, von niemandem abhängig und selbstständig. Am vergangenen Sonntag lernte ich eine Frau mit 87 Jahren im Zug kennen. Sie war auf ihrer Heimfahrt vom Feldberg, wo sie Ski gelaufen ist. Wir tauschten uns rege aus über die Pisten, das Wetter, dies und das. Ihr Alter spielte keine Rolle – meines auch nicht. Auch meine Eltern waren mit über 80 Jahren noch gemeinsam auf Auslandsreise und ich kann mich gut erinnern: Alter war kein Thema, Senioren waren doch immer nur „die Anderen“. Leben, lieben, lachen, essen, trinken, Gesundheit, Selbstständigkeit, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht – alles kein Thema.
Doch wie schnell ändern sich die Dinge. Heute ist meine Mutter Pflegestufe 3, lebt ein Leben im Rollstuhl und ist angewiesen auf die Hilfe meines Vaters, den Sozialdienst, auf die dauerhaft bei uns lebende polnische Haushaltshilfe und uns Kinder – insbesondere die Töchter. Ihnen beiden ein Leben zu Hause, in den eigenen vier Wänden so lange wie möglich zu ermöglichen und so angenehm wie möglich zu machen, das ist das Ziel, denn raus in die weite Welt, oder in die nächste Stadt, ins nächste Restaurant kommen sie nur noch selten. Und wie uns geht es vielen Familien und Senioren in diesem Land. Und wie bei uns sind viele Fragen ganz plötzlich zentrale Themen nicht nur der Senioren selbst, sondern der ganzen Familie!
Im Führungskräftecoaching geht es nicht nur ums Berufsleben – der demografische Wandel stellt uns vor neue Herausforderungen.
Wir haben nicht „Work“ und auf der anderen Seite „Life“. Wir haben einfach und schlicht nur dieses eine Leben und in diesem einen Leben müssen wir zurecht kommen. Ereignisse im Berufsleben haben Auswirkungen auf das Privatleben, Probleme mit der Gesundheit strahlen sowohl ins Berufs-, als auch ins Privatleben aus; private Schwierigkeiten bleiben nicht folgenlos für das Arbeitsleben.Deshalb verstehe ich Führungskräftecoaching nicht als isolierte Betrachtung des Berufslebens, sondern die Begleitung von Executives, damit sie in ihr Wohl finden.Frau P. ist selbstständig. Seit ihre Mutter eine Hirnblutung hatte und jetzt an den Rollstuhl gebunden ist, pflegt sie liebevoll die Mutter zu Hause. Dabei vernachlässigt sie sowohl ihre eigene Familie, als auch ihr Geschäft. Erst als ihr Mann mit Scheidung droht und erst, als klar wird, dass sie auf eine Insolvenz zusteuert, besinnt sie sich und sucht Hilfe.Herr K. lebt in Freiburg, doch seine betagten Eltern in der Nähe von Hannover. Seit seit Vater im Koma liegt und seine Mutter mit der Situation überfordert ist, fährt er mehrmals im Monat in den Norden, um nach dem Rechten zu sehen und sich um den „ganzen Papierkram“ zu kümmern. Er ist wütend auf seinen Vater, dass er nicht „vorgesorgt“ hat, sich um nichts gekümmert hat, gleichzeitig hat er aber große Mühe mit dem nächsten Schritt. Wie soll es weitergehen, wenn sein Zusand sich nicht bessert? Was für Konsequenzen hat das für die Mutter, für ihn, seine Familie, sein Leben? Er kommt emotional an seine Grenzen und benötigt Unterstützung, weil die gesamte Situation auch sehr belastend für seine Ehe und sein Beruf als Projektleiter ist. Womit Herr K. nur ganz schwer zurecht kommt ist mit dem „moralischen Druck“, der auf ihm lastet und dass er, der doch so ein Kopfmensch ist, nie Schwierigkeiten damit hat, Entscheidungen zu treffen und mit klarem Kopf Dinge zu analysieren und Lösungen zu finden, jetzt so sehr an seine Grenzen kommt, dass er Unterstützung benötigt.Frau Z. hat jahrelang ihre Eltern gepflegt. Als der Vater verstarb pflegte sie die Mutter. Raus aus den Kinderwindeln, rein in die Seniorenwindeln hat sie das mal beschrieben. Sie hat funktioniert und getan, was sie konnte. Und jetzt als auch noch die Mutter starb, fällt sie in ein totales Loch. Die Erschöpfung kriecht aus jeder Pore ihres Körpers, die Leere überfällt sie, sie hat gastrointestinale Beschwerden und glaubt, sie leide an „Nahrungsmittelunverträglichkeiten“, doch in Wahrheit leidet sie nicht medizinisch, sondern ganz…
Das sind nur einige von vielen Beispielen, um aufzuzeigen, was Führungskräftecoaching mit dem demografischen Wandel zu tun haben kann.
Daher meine Bitte und die Bitte meiner Kollegen. Warten Sie nicht zu lange, bis Sie sich professionelle Unterstützung holen, denn es geht nicht nur um Seniorenwohl, sondern auch um Angehörigenwohl.
Und genau aus diesem Grund engagiere ich mich seit vielen Jahren in der Seniorenarbeit.
Webinare und Blogbeiträge zum Thema Demenz/demografischer Wandel/ Seniorengesundheit
Weiterbildung zum tiefenpsychologischen Berater für die Kranken- und Altenpflege
Onlineberatung für Angehörige am Rande der Erschöpfung
Ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde und Mitorganisation der folgenden Veranstaltung:
Erster Schliengener Seniorentag am 28.2.2016
Die Initiative Menschen für Menschen Schliengen, die Gemeindeverwaltung und Sonja Mannhardt – Führungskräfteentwicklung & Gesundheitsmanagement laden Sie und Ihre Angehörigen ein, diesen Tag mit uns zu verbringen. Vorträge, Aktionen und eine kleine Messe informieren über die wohnortnahen Angebote.
Damit sich ältere Menschen wohl fühlen, damit Sie so lange wie möglich zu Hause selbstständig leben können, braucht es neben guter Verpflegung aber auch das Wissen darum, was das Leben im Alter erleichtert: „Welcher Frisör macht Hausbesuche? Wer liefert Hygienebedarf nach Hause, wenn ich nicht mehr Auto fahren kann? Gibt es jemanden, der mir die Einkäufe tätigt? Was für Aktivitäten gibt es für Senioren? Wie kann ich Stürze vermeiden und worauf kommt es bei der Bewegung an? Wo sind Projekte in denen ich mitarbeiten kann? Gibt es sinnvolle Helfer für zuhause, die mir mein Leben erleichtern, wenn die Kraft nachlässt? Was ist eine Patientenverfügung? Gibt es bei uns am Ort auch Beratungsstellen für Angehörige? Wohin, wenn die Angehörigen an ihre Belastungsgrenzen kommen? Wer kümmert sich denn überhaupt um das Wohl älterer Menschen in unserer Region?“ All diese Fragen und noch viele mehr stellt sich jeder, der nicht mehr ganz so fit und gut zu Fuß ist und so beschlossen wir diese Veranstaltung zu organisieren, wo sich alle Anbieter von sinnvollen und nützlichen Produkten und Dienstleistungen für Senioren präsentieren können. Am 28. Februar ist es nach längerer Vorbereitungszeit nun soweit und wir freuen uns über viele Besucher unserer Senioren-Messe, die sowohl Vorträge, Aussteller und Mitmachaktionen bereithält und die Bürger-Broschüre „Seniorenwegweiser“ vorstellt mit allen wichtigen Adressen rund um´s älter werden und älter sein auf einen Blick.
- Webinare für Angehörige von Senioren mit Demenz https://prof-eat.edudip.com/w/99036
- Am 28. Februar ist unser Seniorentag mit vielen Angeboten
- Für Fachkräfte in der Altenpflege, Krankenpflege, Experten in der Geriatrie, Ernährungsfachkräfte bieten wir (Akademie für Beratung und Philosophie GbR) ab dem 16.4. eine Weiterbildung zum tiefenpsychologischen Berater an. www.beratungundphilosophie.de