von Sonja Mannhardt | Juni 24, 2012 | Blog, Unkategorisiert

Die Mehrheit aller Deutschen ist zufrieden mit ihrem Leben, zumindest war das 2008 so. Auf einer Glücksskala von 1-10 gruppieren sich 67% zwischen acht und zehn ein. Der Durchschnitt des Wohlbefindens ist mit 7.4 ziemlich hoch. Doch es gibt Unterschiede. Während viele ihr Glück bereits gefunden haben, sind Viele noch auf der Suche nach Wohlbefinden.
Beamte sind zufriedener als andere Berufsstände, Arbeitslose sind unglücklicher als Berufstätige, ein hohes Haushaltseinkommen scheint ebenfalls zum Wohlbefinden beizutragen.
Doch was sind die Faktoren, die den Menschen Wohlbefinden schenken?
> Gesundheit und Familie (87%)
> Intaktes Elternhaus mit Liebe und Geborgenheit (74%)
> Einen Arbeitsplatz haben (56%)
> 77% der Frauen finden Wohlbefinden in den „ kleinen Dingen des Lebens“
Was die Studie noch ans Tageslicht beförderte: Wohlbefinden und lebenslanges Lernen und sich weiterbilden schließen sich nicht aus, im Gegenteil, sie bedingen einander. (1) Der Mensch ist eben ein Übender (2), ein Mensch unterwegs….
Heute…
Aktuelle Befragungen unter Jung-Akademikern zeigen, dass das Thema Sicherheit an Bedeutung gewinnt.
Einen sicheren Arbeitsplatz haben, ist für 70% der Befragten ein ganz besonders wichtiges Kriterium (repräsentative Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag des Reemtsma-Begabtenförderungswerks) ebenso wichtig ist für 51% der Befragten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und rangiert damit eindeutig vor „hohem Einkommen“ und „herausfordernde Tätigkeit“.
Kommt hier bereits zum Tragen, dass mehr und mehr Firmen den jungen Menschen nur noch befristete Arbeitsverträge geben? Und wen wundert es dann noch, dass das Thema Familie ebenso wichtig wird, wie der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz? In unsicheren Arbeitsverhältnissen ist es fast unmöglich, entspannt und zufrieden eine Familie zu gründen.
In solchen Situationen hilft ein offenes Gespräch mit dem Chef, oder professionelles Coaching. Im Extremfall bleibt kein anderer AusWEG, außer die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt Kienbaum Communications. Sie fanden heraus, dass für 71% der Studenten „Familie“ und „Freunde“ wichtiger ist, als „Erfolg und Karriere“. (3)
Und wechselt ein „High-Potential“ seinen Arbeitgeber, spielen in Deutschland in 86% der Fälle private Gründe eine Rolle. (4)
Und was meint der aktuelle OECD-Zufriedenheitsindex? Deutschland ist bei den Nörglern ziemlich weit vorne aber nicht bei den zufriedenen…Doch – für den Einzelnen mag etwas ganz anderes gelten. (5)
Menschlich…
Nicht wirklich überraschend sind diese Ergebnisse, wenn man Mensch daseseinsanalytisch betrachtet. Dann ist Mensch immer auch MITmensch, ein soziales Wesen, dessen zufriedenes Dasein, immer auch ein MItsein ist, ein gemeinsames „in der Welt sein“ – . „To be there is to be with“ (6) Von anderen Menschen losgelöstes Glück in Form von „Geld, Erfolg“ rücken damit zwangsläufig auf hintere Plätze zurück und spiegeln sich schon im uralten Volksmund wider: „Geld allein macht nicht glücklich.“ Dies wird durch aktuelle Erkenntnisse des Reichtums Forschers Thomas Druyen bestätigt. (7)
Die kleinen Dinge…Ein Gedicht zum Thema
Zufriedenheit
‘s schwimmt menge Ma im Überfluß
het Huus und Hof und Geld
und wenig Freud und viel Verdruß
und Sorgen in der Welt.
Und het er viel, se gehrt er viel
und neeft und grumset allewil.
Und ‘s seig jo doch so schön im Tal,
in Matte, Berg und Wald,
und d’Vögeli pfifen überal
und alles widerhallt,
e rueihig Herz und frohe Mut
isch ebe doch no ‘s fürnehmst Gut.
So het’s Margretli gsunge, und o chönnti’s nonemol höre.
Chönnti’s nonemol seh! Gott geb em Freuden und Gsundheit.
Johann Peter Hebel (8)
Quellen:
(1) http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_23599_23600_2.pdf
(2) http://www.amazon.de/mu%C3%9Ft-dein-Leben-%C3%A4ndern-Anthropotechnik/dp/3518419951/ref=tmm_hrd_title_0
(3) http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/wuensche-der-studenten-lieber-persoenliches-glueck-als-schnelles-geld-11793568.html
(4) http://www.kienbaum.de/desktopdefault.aspx/tabid-501/649_read-11761/
(5) http://www.oecdbetterlifeindex.org/
(6) http://de.wikibooks.org/wiki/Martin_Heidegger/_Sein_und_Zeit/_Viertes_Kapitel_%C2%A7%C2%A7_25%E2%80%9327
(7) http://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/-Geld-allein-macht-nicht-gluecklich;art16698,6800668
(8) Johann Peter Hebel: Gesamtausgabe, Herausgegeben von Wilhelm Zentner, Band 3, Karlsruhe: C.F. Müller,Karlsruhe 1972, S. 196.: Zufriedenheit.
von Sonja Mannhardt | Juni 11, 2012 | Blog, Führungskräfte

Am kommenden Wochenende findet in Flims das 4. SEHF-Forum statt. Das SWISS ECONOMIC HEALTH FORUM ist ein einzigartiger Kongress in Europa, der den Menschen innerhalb des magischen Dreiecks „Beruf – Partnerschaft – Ich“ in den Mittelpunkt stellt. Er behandelt Themen rund um die Arbeit, Karriere, Partnerschaft, Familie, persönliche Gesundheit und Wohlbefinden und traut sich dabei auch an vermeintliche Tabu-Themen heran.
Wir meinen: Viel zu wenig wird über den gängigen Business-Tellerrand geblickt, viel zu selten der ganze Mensch betrachtet, denn der Mensch ist nicht teilbar. Wir nehmen unsere privaten Themen mit an den Arbeitsplatz und nicht selten auch berufliche Themen mit nach Hause. Ein berufliches Wohlbefinden wirkt sich auch auf das Privatleben aus, ebenso wie sich ein privates Unwohlsein auch nicht gänzlich vom Arbeitsplatz fern gehalten werden kann. Dieses Jahr bin ich zwar nicht auf dem SEHF-Forum mit einem Workshop vertreten, doch möchte ich meinen Blog zum Anlass nehmen, diese Woche über Partnerschaft zu schreiben und zwar über die Kunst zusammenzubleiben.
Die Kunst zusammen zu bleiben
Während in den 70ger Jahren noch in den Zwanzigern geheiratet wurde, sind die Ehepartner heute in den Dreißigern, wenn sie sich das Ja-Wort schenken. Dennoch: Zunehmend mehr Menschen entscheiden sich auch für ein lebenslanges Singleleben und zunehmend mehr Menschen entscheiden sich für sogenannte LAT „Living apart together“ Partnerschaften. Fastjede zweite Ehe geschieden und dennoch – mehr denn je werden sogar Goldhochzeiten gefeiert.
Was hält Paare zusammen? Was steckt hinter der Kunst zusammenzubleiben?
Ein Beispiel
Herr M ist Manager, Frau M hat ihre Karriere als Chemikerin aufgegeben, um bei den Kindern zu sein. Seit 6 Monaten hängt der Haussegen schief, das Paar schläft nicht mehr miteinander. Er flüchtet sich ob der Unzufriedenheit immer mehr in seinen Job und bleibt immer länger weg. Sie wird immer unzufriedener und fühlt sich immer mehr ungeliebt. Je mehr sie sich ihm deshalb körperlich entzieht, je mehr treibt es ihn aus dem Haus, geradewegs in die Arme von anderen Frauen. Herr und Frau M. lieben einander und wissen nicht, was da mit ihnen geschieht.
Wie Herr und Frau M. geht es vielen Paaren und die Gründe ihrer Unzufriedenheit sind auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen, genau so wenig wie die Lösung.
Die Last, die auf Ehen lastet
Während man früher eher finanzielle Absicherung, Sozialstatus und die Fortpflanzung als Gründe für die Eheschließung anführte, ist die Messlatte für die Ehe mittlerweile sehr hoch. Sowohl Frauen, als auch Männer verbinden mit ihr auch die Sehnsucht nach emotionaler Sicherheit, Geborgenheit und Liebe. Häufig sind die Ehepartner zwischen den verschiedenen Rollen wie Geschäftspartner oder Berufstätige Person, Familienversorger, Kinderbetreuer, Haushaltsmanager und liebe- und verständnisvoller Partner, heillos überfordert. Probleme bis hin zur Trennung sind da vorprogrammiert.
Friedrich W. Nietzsche. „Eine gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft. Nicht mangelnde Liebe, sondern mangelnde Freundschaft führt zu unglücklichen Ehen.“
Die Welt im Wandel
Immer mehr Frauen müssen mittlerweile einen Beitrag zum Familieneinkommen leisten, da ihr Einkommen benötigt wird. Gleichzeitig gibt es aber nach wie vor wenige nichtmobile Teilzeitarbeitsplätze für Mütter. Auch leben 70% der Großeltern mehr als 1 Stunde entfernt und nach wie vor ist die Rolle der Haushaltsmanagerin Frauensache. Je mehr Kinder im Haus sind, desto geringer die Mithilfe der Männer. Frauen leiden stark unter der damit einhergehenden Doppelbelastung und der in ihren Augen mangelnden Unterstützung durch die Ehepartner in punkto Kinderbetreuung und Haushaltsmanagement. Frauen brennen häufiger aus, als Männer.
Während Männer Ihre Anerkennung im Beruf finden, ist der Beruf der Mutter und Haushaltsmanagerin gesellschaftlich nicht so hoch angesehen. Gibt eine Frau folglich ihre Karriere für die Familie auf, entsteht sofort ein „Machtgefälle“, welches die Partnerschaft auf eine harte Probe stellen kann, sollte es nicht gelingen hierfür einen Ausgleich zu finden.
Männer finden sich immer häufiger in unsicheren Arbeitsverhältnissen vor. Sowohl die befristeten Arbeitsverhältnisse sind im Steigen begriffen, als auch die damit einhergehende Mobilität. Gerade in gehobenen Positionen klettert die Wochenarbeitszeit gut und gerne auf über 60 Stunden; viele Männer beklagen sich aber auch über zu wenig Arbeit unter 30 Stunden, was nicht gerade zu deren Zufriedenheit beiträgt. Das Gefühl als Familienernährer nicht zu „genügen“, bzw. für die Familie „keine Zeit“ mehr zu haben und sich von derselben ausgeschlossen zu fühlen, ist nicht selten.
Als Väter sind sie mit ihrem Leben aber deutlich zufriedener (8.8 von 10), als ihre Partnerinnen (7.7 von 10) Quelle: Ravensburger Elternsurvey). Laut OECD-Studie verbringen Mütter 10,5 Std. pro Woche mit ihren Kindern, 3,9 Std. die Väter. Und wie viel Zeit verbringen die Paare miteinander? Die durchschnittliche Redezeit pro Tag soll ja bekanntlich bei 8 Minuten liegen. Nur – reicht das?
Was Paare zusammenhält
Für Ehen gibt es keine Patenlösung, doch Paare, die lange zusammen sind, zeichnen sich durch einige gemeinsame Faktoren aus. Sie lachen deutlich häufiger miteinander, lassen den anderen auch an scheinbaren Alltäglichkeiten des Lebens teilhaben und sind Meister im Vergeben. Sie praktizieren die sogenannte Gnade des Vergessens. Der Paartherapeut Ritzer bringt es auf den Punkt: „Es kommt letztlich nicht darauf an, sich zu vertragen, sondern sich zu ertragen. Ein Arrangement, das auch als resignative Reife bezeichnet werden kann.“ (Ritzer, Paartherapeut). Oder anders ausgedrückt. Die Kunst besteht darin, das andere im Anderen zu akzeptieren und vielleicht sogar zu lieben.
Auswege, um zusammen zu bleiben
Für diejenigen, die sich dazu entschließen sollten, trotz Widrigkeiten und Verschiedenheiten zusammenbleiben zu wollen, hier ein paar Wege, die sich bei Vielen bewährt haben.
„Als ich zugenommen hatte, hat er gesagt, er mag dicke Frauen. Als ich wieder abgenommen habe, hat er gesagt, er mag schlanke Frauen. Irgendwann habe ich dann begriffen, dass er mich liebt.“
- Das Glück NICHT vom Partner abhängig machen.
- Den Partner so lassen wie er ist. Macken akzeptieren genau so, wie vergangenes Unbewältigtes.
- Nicht im verändern, sondern im so lassen ist er Ausweg.
- Eigene Interessen und Freundschaften pflegen.
- Die eigenen Gefühle und Befindlichkeiten wahrnehmen und sich mitteilen.
- Sex nicht als Machtinstrument benutzen.
- Verzeihen können. Nobody is perfect.
- Frauen und Männer sind verschieden. Um sich zu verstehen, sind sie gezwungen, miteinander zu reden, nicht übereinander. Männer können nicht hell sehen. (viele Männer fühlen sich von Scheidungen häufig „überrumpelt“). Frauen können auch nicht Hellsehen und verstehen nicht zwingendermaßen „ Liebling, ich habe es doch nur gut gemeint“ Handlungsweisen.
- Partner brauchen klare Absprachen, denn der Alltag ist zu bewältigen und hat mit Liebe nichts zu tun. Wie für jedes Projekt auch, benötigt es klare Rollen und Absprachen. Ist der Partner arbeitslos oder bereits in Rente, ist er meist omnipräsent, was klare Absprachen nochmals notwendiger macht.
Viele Männer möchten gerne ihre Ruhe haben, sich entspannen, Spass haben – auch alleine; viele Frauen möchten gerne mehr Zeit MIT dem Partner verbringen. Wenn Partner es schaffen, wechselseitig auf die gegenseitigen Wünsche einzugehen, dann kommen beide zum Zuge und haben darüber hinaus einen zufriedenen Partner an der Seite.
Und wer am Wochenende noch nichts vor hat, der sollte sich das SEHF in Flims nicht entgehen lassen, vielleicht sogar zu zweit? http://www.sehf.ch
von Sonja Mannhardt | Mai 10, 2012 | Blog

„Hauptsache schlank“, so lautet das Ziel meiner heutigen Klientin, die mit meiner Hilfe gerne ein paar Pfündchen verlieren möchte. Es ist ja Frühling und da denkt man (und insbesondere Frau) gerne an den bevorstehenden Sommer, der die körperliche Schönheit wieder ins Licht zerrt. Vor mir sitzt eine attraktive Frau Mitte Dreißig, Kleidergröße 40. „So dick war ich noch nie. Die Pfunde kamen erst jetzt, mit dem ersten Kind,“ erzählt sie mir. „So möchte ich wieder aussehen. Das Foto entstand im Urlaub 2010.“ Ich schaue mir das Foto an und sehe eine lachende Frau im Bikini, bei der man das Gefühl bekommt, ihr etwas zu Essen geben zu müssen, damit dieses zarte Wesen nicht gänzlich vom Fleisch fällt. Während die Frau vor mir tatsächlich einen Busen hat, kann man diesen im Bikini der Urlaubsdame nur erahnen. Ich erkläre der Frau, dass ich als Ernährungstherapeutin leider keine Zeit habe, mich um Frauen mit normalem Gewicht zu kümmern, doch wenn ich Ihr dabei behilflich sein solle, Mut zur jetzigen Schönheit zu bekommen, biete ich ihr gerne ein entsprechendes Coaching an. Und was soll ich sagen: Die Frau hat eingewilligt, denn wie sie mir mitteilte, habe sie seit Jahren Probleme damit sich zu akzeptieren, wie sie sei. Auch in dem besagten Sommer wäre sie nicht wirklich zufrieden gewesen. Das „Hauptsache schlank“ hörte sich nach etwas mehr als 20 Minuten etwa so an: „Hauptsache zufrieden und endlich ohne Zwang essen.“ Na, das hört sich doch schon ganz anders an und nicht nur die Klientin freut sich über dieses angestrebte Ziel.
So schnell wir uns einig waren: Es braucht wieder Mut zur weiblichen, eigenen Schönheit, so langsam mahlen die Medienmühlen, denn das Thema „Diät“ will einfach kein Ende nehmen.
Ungläubig saß ich auch vor einiger Zeit vor dem Fernsehgerät und traute meinen Augen nicht. Da sitzen doch tatsächlich eine „Size Zero-Frau“, eine „exaltierte Dicke“ mit der sich niemand identifizieren kann und 3 schlanke Frauen mehr oder weniger essgestört, bei Maischberger und palavern über Sinn und Unsinn von Diäten und den „richtigen Weg“ abzunehmen. Ich kann mir nicht helfen: Das alles kommt sehr verkopft, gewollt rational unweiblich und nicht wirklich „schön“ daher und das liegt weniger am Aussehen der Damen, als vielmehr an deren Strahlkraft. http://www.suite101.de/news/menschen-bei-maischberger-kuemmert-sich-um-die-groessten-diatluegen-a129822
Hat es sich tatsächlich noch nicht herumgesprochen, dass dünn nicht mit glücklich sein gleichgesetzt werden kann? Weiß Frau denn noch immer nicht, dass Nichts dicker macht, als das ständige Abnehmen und Nichts mehr das Selbstbewusstsein von Frauen untergräbt, als permanent sich selbst, oder von Anderen am Körperumfang gemessen zu werden? Ganz zu schweigen von der Energie und Tatkraft, die in das Projekt „Abnehmen“ gesteckt wird, als wäre die Kleidergröße eine Frage von Leben und Tod. Völlig geschwächt vermögen viele Frauen nicht mehr sehr viel mehr Projekte zu stemmen, als das Projekt „Ideale Außenfassade“ zu befriedigen. Und aus meiner täglichen Arbeit als Beraterin weiß ich nur allzu gut, wie schnell aus einem solchen Diätprojekt ein dickes, fettes, gestörtes Essverhalten werden kann. Ist dieser Preis nicht ein wenig hoch?
Hat jemand dieser Damen sich einmal nach der gängigen Kleidergröße erkundigt? http://de.statista.com/statistik/daten/studie/177643/umfrage/konfektionsgroesse-frauen-bei-normalen-groessen/ Größe 38-42 wenn das Manager Magazin die Befragung durchführt, Größe 40-42 in dieser Studie http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/deutsche-werden-groesser-und-breiter-1.2018788 .
Haben die Damen der Fernsehsendung einmal die Männer nach ihrer Meinung gefragt? Sicherlich prägt das stereotype Schönheitsideal auch Frauen und Männer, doch zahlreiche Studien zeigen: Rippchen gehören für Männer auf den Teller, nicht ins Bett. Und: Studien zeigen, Frauen jenseits der Kleidergröße Zero haben mehr Sex und Schönheit strahlt von innen. Um als schön betrachtet zu werden, benötigt es als mehr als eine „ideale Kleidergröße“. Selbstbewusstsein und verführerisch aussehen steht ganz oben in der männlichen Gunst. Wir meinen: Diese Attribute sind nicht zwingend an eine Kleidergröße gekoppelt.
Wozu also um jeden Preis Kleidergröße 36 oder Size Zero? Um dem „Schönheitsideal“ zu entsprechen? Um schneller eine Karriereleiter hinaufzufallen? Studien belegen, dass bei Frauen fast immer die Kompetenz zählt, Size Zero dürfte wohl eher kein Karrierekatalysator sein, es sei denn, Frau möchte Modell werden und selbst dort, sind die Frauen mit Strahlkraft im Kommen.
Schauen Sie sich um in der Welt. Die Natur ist rund, kurvig, geschmeidig, warm, bunt. Die technische Welt kantig, eckig, kühl mit dem Hang zur Normierung und Uniformität. Die dünne Frau für die Chefetage, das Vollweib für´s Bett? So leicht wollen wir diese Klischees nicht bedienen, nicht wahr meine Damen? Tragen wir Pink-Pumps-Frauen ein wenig dazu bei, mit unserer ganz einzigartigen Weiblichkeit, diese Welt wieder ein bisschen bunter und femininer zu machen, ganz unabhängig vom Mainstream. Haben Sie Mut, Sie selbst zu sein, dann balanciert sich ihre innere und äußere Schönheit, weiblich leicht ein. Leicht ist in diesem Kontext natürlich nicht mit „einfach“ gleichzusetzen, sondern mit leicht im Sinne von „stimmig“. Dann sind Frauen sowohl attraktiv für Führungspositionen, als auch für das andere Geschlecht.
Ich denke, es gibt nur einen einzigen „richtigen“ Weg. Denjenigen, der eigenen Weiblichkeit, des eigenen Schönheitsideals, des eigenen Well-Weight, des eigenen Wohlfühlgewichts, damit äußere und innere Schönheit zum Strahlen kommen.
Oder was meinen Sie, werte npo-Leser?
Dieser Artikel ist in ähnlicher Art bereits in diesem Frauen-Onlinemagazin erschienen:
http://www.pinkpumpsopen.eu
von Sonja Mannhardt | Apr. 8, 2012 | Blog, Führungskräfte, Unkategorisiert
Die Meinung der Weiterbildner ist eindeutig – und bei Ihnen?
Coaching ist an erster Stelle
managerSeminare hat nachgefragt und aus den Antworten von 360 Weiterbildnern ein Methoden-Ranking erstellt. Im Vergleich zu der ersten Erhebung 2008 gibt es einige Verschiebungen. Während 2008 noch Supervison an erster Stelle stand, ist heute das Coaching Spitzenreiter. Damals lag es noch auf Platz 5.
Was macht Coaching so attraktiv, obwohl doch so viel rund um Coaching kontrovers diskutiert wird? Ein Wort, das inflationär benützt wird, ein Tummelplatz für Möchtegern-Weltverbesserer und Nichtskönner? Sicherlich muss bei Coaching genauso hingeschaut werden, wie bei Beratern, Trainern, Consultants jeglicher Couleur. Doch das tun wir doch auch in anderen Branchen, wie Rechtsanwälten, Frisör, Zahnarzt, nicht wahr?
Coaching ist attraktiv, weil es wirkt und Kosten spart. Viele Unternehmer rechnen. Ein Coaching der Chefetage ist unterm Strich häufiger nachhaltiger und günstiger, als Mitarbeiter permanent und für alles in Fach- und Methoden-Trainings zu schicken, deren Effizienz häufig zu wünschen übrig lässt.
Coaching hat auch einen Wandel vollzogen. Wurde früher unter Coaching lösungsorientierte Beratung verstanden, geht es heute im Coaching um Sichterweiterung im Sinne einer eigenen Reflektion. Der Coach ist damit nicht mehr Ratgeber, sondern Sparringpartner für einen eigenen Entwicklungsprozess. Dieser Wechsel scheint mittlerweile auch für Kunden attraktiv zu sein.
Simulation
Auf dem zweiten Platz im Gesamtranking finden sich die Simulationen, meist in Form von Rollenspielen eingesetzt. Das einzig Gute an den Rollenspielen ist für mich, das „Sich-Ausprobieren“ oder Üben. Doch ein „Lassen sie uns mal so tun als ob“ kann das nicht funktionieren. Ich präferiere da eindeutig die Realsituation, die im Coaching ausgezeichnet reflektiert und vorbereitet werden kann. Ein so tun als ob braucht es dazu meiner Ansicht nach nicht. Wie sagten mir jahrelang Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, Powerpoint und Rollenspiel erprobt: „Es tut so gut, auch einmal etwas anderes zu bekommen, als Frontal Powerpoint-Präsentationen oder dümmliche Rollenspiele, die mit der Realtität so gar nichts zu tun haben.“
Eine professionellere Art, das zu tun, was Simulation verspricht, sind Systemaufstellungen, oder in Seminaren, die Arbeit mit Elementen des Psychodrama. Doch wer das macht, sollte wissen, auf was er sich einlässt und was er da tut, denn mit ein wenig „wir tun mal so als ob“, haben diese Methoden dann nichts mehr zu tun, sondern sind Methoden, die unterbewusstes bewusst machen.
Storytelling
Mich persönlich freut der Sprung des Storytelling von Platz 14 auf Platz 6 der beliebtesten Trainingsmethoden.
Wie so häufig, verstehen viele Menschen unter dieser Methode ganz unterschiedliche Dinge. Während die Einen von „Geschichten erfinden“ sprechen, oder „sich und sein Unternehmen in ein besseres Licht stellen“, verhält es sich bei anderen um hocheffiziente Lehr-Lernmethoden, die das Unbewusste und Unterbewusste ansprechen.
Durch das Erzählen von Geschichten und das Bereitstellen von Metaphern sollen Lernende Inhalte besser aufnehmen können, sich selbst reflektieren, das eigene Denken angeregt werden.
Nur, wirklich neu ist das nicht. Bereits die alten Griechen haben mit Hilfe der Dramen die Menschen emotional berührt und zum Nachdenken gebracht. Auch bei mir stehen Geschichten ganz zentral im Zentrum meiner Arbeit als Coach, Berater und Trainer.
Supervision
Während man früher den Begriff Supervision ausschließlich in sozialen und therapeutischen Kontexten verwendet hat, wird die Methode mehr und mehr auch im Businesskontext beliebt. Sie steht im Ranking bereits an 7. Stelle.
Nach EAS wird Supervison wie folgt definiert: Supervision ist ein Beratungskonzept, mit dessen Hilfe Einzelpersonen, Teams, Gruppen und Organisationen ihre berufsbezogenen Handlungen und Strukturen reflektieren. Mit Hilfe einer/s Supervisorin / Supervisors werden berufsbezogene Problemkonstellationen auf Lösungen hin bearbeitet.
In unseren Supervisionen gehen wir noch einen Schritt weiter. Supervision ist die Beratung über Beratung/Coaching/Führung und stellt den Berater, den Coach und die Führungskraft mit seinen Emotionen, seinem Denken, seinem Handeln ins Zentrum. Ziel der Supervision ist eine Sichterweiterung und Verstehenshilfe auf sich selbst, einen Anderen oder eine Blockade, einen Widerstand beruflicher Art zu überwinden und zum eigenen Wohle und zum Wohle von Klienten/Patienten, seine Arbeitsweise regelmäßig zu überprüfen und zu reflektieren.
Welche Methoden schätzen Sie am meisten, und weshalb? Ihre Meinung interessiert mich…
Die Top 10 der Training- und Beratungsmethoden im Überblick
1. Coaching
2. Simulationen
3. Action Learning
4. Problembasiertes Lernen
5. Gewaltfreie Kommunikation
6. Storytelling
7. Supervision
8. Collaborative Learning
9. Großgruppenübungen
10. NLP-Methoden
Quelle: Umfrage „Trainingsmethoden 2010“ unter 360 Weiterbildner, managerSeminare, Bonn 2010. Das Ranking wurde auf Grundlage der prozentualen Antwortverteilungen auf folgende Frage errechnet: Wie oft nutzen Sie diese Trainingsmethode?