Coaching – brauche ICH doch nicht!

9. Juli 2018 | Keine Kommentare

Ich lese in Facebook diesen Post einer guten Bekannten. Man spürt durch ihre Zeilen, ihre Not. Sie hat momentan ganz offensichtlich ein schweres Päckchen zu tragen, doch sie fühlt sich damit vollständig alleine gelassen. Man spürt durch ihre Worte hindurch ihre Enttäuschung über das Allein- und Fallengelassen werdens von ihren Freunden, für die sie in der Not eine Hand reichte. Gerade jetzt, wo Sie, die doch sonst so häufig Hilfe anbietet, nach Hilfe und Unterstützung fragt? Ein Einzelfall?
Nein, unter ihrem Post schreiben etliche ihre eigenen Erfahrungen. Sensible, einfühlsame Menschen machen es öffentlich, worüber so gut wie nie gesprochen wird. Und diese Geschichten kenne ich zu hundertfach aus meiner eigenen Praxistätigkeit und natürlich auch durch eigene leidvolle Erfahrungen.

1. Die Glamour-Welt der immer-schönen-immer-reichen-immer-jungen-immer-erfolgreich-souveränen gibt es nicht

2. Hinter vielen lächelnden Fassaden kriselt es, steckt ein Mensch verborgen, dem es nicht gut geht, der aber noch nicht einmal den Mut hat, dieses „nicht gut gehen“ mit jemandem zu teilen, aus Angst heraus abgelehnt und gemieden zu werden oder als Spaßbremse, Stimmungsverderber angesehen zu werden.

3. Und es drängt sich die Hypothese auf, dass viele Menschen offenbar (schon sehr früh) gelernt haben, dass im Zweifelsfall Keiner da ist der Co-reguliert; sprich, der da ist, wenn man sich selbst nicht mehr zu helfen weiß.

4. So ist es verständlich, dass es viele Vor-Urteile gegenüber Coaches und anderen Beratern gibt, denn im Zweifelsfall sind diese „Helfer“ ja nicht da um zu begleiten, sondern sind bessere „Besserwisser“, „Bevormunder“, „Rechthaber“ oder – wie ich kürzlich despektierlich über einen Kollegen gehört habe: „Einer der nichts kann mit Visitenkarte“.
Doch hinter diesem scheinbaren Hochmut steckt meist eine Angst und Unsicherheit, denn wer weiß schon, was hinter „verschlossenen“ Türen vor sich geht?

Wir leben in einer Welt, in der Perfektion ein must have ist, in der Scheitern, Schwächeln, Emotionen als Schwäche ausgelegt werden und Konflikte und Krisen keinen Platz haben und gerne „verdrängt“ werden, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Und wir leben in einer Welt, in der Krankheiten mittlerweile als „selbstverschuldet“ angeprangert werden.

Wir leben in einer Welt, in der der Einzelne mit seinem Kummer, seinen Sorgen und Nöten und seinen Unsicherheiten (die jeder Mensch zweifelsfrei hat) häufig in seiner größten Not auch noch alleine gelassen wird, als wären diese Lebensherausforderungen „ansteckend.“

Ich gebe es zu: Wenn es mehr Zwischenmenschlichkeit und MItmenschliche Kompetenz gäbe – auch in Businesskreisen, wenn es gelingende private Beziehungsgefüge gäbe, wenn es mehr davon gäbe, was es früher allerorts gab, nämlich „Weise“, oder „Seelsorger“, wir bräuchten sicherlich weniger Coachs (die gesunde Menschen mit Veränderungs- oder Entwicklungswunsch unterstützen/begleiten) und Psychotherapeuten (die Menschen mit psychischen Erkrankungen heilen).

Doch in einer Welt der zunehmenden Positivität (Bung Chul Han), in der wenig Platz für Krisen, Krankheit in der der Mensch zu „funktionieren“ hat, da bleibt häufig auch die mitmenschliche Zuwendung aus.

Und genau da sehen wir unser Coaching angesiedelt.

Natürlich bieten wir auch Executive Coaching an, gerade da wo

1. Nicht Performance und Lösung im Vordergrund stehen, sondern

2. Insbesondere wo „Growth“ und „Entwicklung einen Sparringpartner benötigt oder

3. „Sense“ – wenn es mehr und mehr um Sinnfragen geht, weil man die 50plus bereits überschritten hat und uns auch Fragen jenseits des Business beschäftigen.

4. Und gerade an den Schnittstellen zwischen Beruf und Gesundheit; Beruf und Partnerschaft; Beruf und Privatleben, wenn das Leben uns Pralinen schenkt, die uns nicht schmecken und wir sie trotzdem serviert bekommen….ob wir wollen oder nicht. Spätestens dann müssen wir unsere „Komfortzone“ verlassen und springen – um aus Krisen, Krankheiten, Konflikten gestärkt hervor zu gehen. Und wie sollte das gelingen, ohne einen Menschen der Co-regulieren, spiegeln kann und „hinter die rationalen Kulissen“ blicken kann?

Und wenn Sie sich dazu entschlossen haben, Unterstützung durch einen Coach in Anspruch zu nehmen – dann müssen Sie sich noch entscheiden, wer zu Ihnen passt.
In unserem Fall möchten wir Ihnen die Wahl ein wenig erleichtern. Machen Sie den Test.

Ob wir zusammen passen können Sie hier sehen. Machen Sie den Test:
Geschmackssache – passen wir zusammen?
Denn ohne zwei Menschen zusammen passen geht es nicht.

Egal, ob Sie der Meinung sind: „Coaching- das brauche ich doch nicht!“ oder es zumindest mal mit einem Telefonat probieren wollen, ob es passen könnte….

Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute!

Antworten

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