Change mich am Arsch!

26. Februar 2018 | Keine Kommentare

Wie viel Change vkoch_Change_mich_am_Arscherträgt der Mensch? Was ist noch gesund und wann wird Mensch krank?

Diese Frage stellt sich Axel Koch in seinem neuen Buch.

Studien machen deutlich, dass die immer schneller werdenden Veränderungszyklen Risiken rund um Motivation, Leistungsfähigkeit und Gesundheit für den Einzelnen mit sich bringen. Der ständige Anpassungsdruck und das Credo „flexibel sei der Mensch, biegsam und gut“, führen in eine krankmachende Veränderungsfalle. Doch darüber wird bislang kaum öffentlich gesprochen. Täglich lesen wir die Zahl der Menschen, die in den Firmen abgebaut werden. Hunderte, Tausende. Doch, was ist mit den Menschen, die bleiben. Die Mehrzahl ist es, die bleibt, doch wie bleiben diese Mitarbeiter?

Change hat viele Gesichter – die von freigestellten Leistungsträgern, verramschten Fachkräften, frustrierten und orientierungslosen Mitarbeitern. Dieses Buch gibt den Opfern des Change-Wahns eine Stimme. Doch nicht nur für die Mitarbeiter sind Restrukturierungen, Outsourcing und New-Work-Fantasien oft der blanke Horror. Durch die unrealistische Erwartungshaltung der Führungsetagen entsteht auch ein gewaltiger wirtschaftlicher Schaden. Über jeder Change-Maßnahme schwebt drohend die Frage, wie lange Menschen und Unternehmen die Überdosis an Change noch aushalten, diejenigen, die ich zu Gesicht bekomme, sehe ich ausschließlich erst, wenn Change bereits Folgen hat.

Bringen wir es auf den Punkt:

1. Ich sehe KEIN einziges Change-Opfer in meinen „offiziellen“ Führungskräftecoachings

2. Ich sehe manche Change-Belasteten in Privatcoachings oder bei (R)AUSzeiten, doch meist erst, wenn bereits Burnout droht und sich „Angehörige“ hilfesuchend an mich wenden.

2. Oder und das ist der weitaus häufigere Fall,  sehe ich Betroffene in meiner Gesundheitspraxis. Dass ihr Gewicht, ihr beginnender Diabetes, ihre Magen-Darm-Probleme oder gar ihr drohendes Burnout mit diesem Change-Wahnsinn zu tun hat, diesen Zusammenhang sehen diese Menschen meist nicht, doch sobald wir auf „Stress“ und seine Folgen für die Gesundheit kommen, dann, ja dann wird Change plötzlich ein Thema.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier….

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor. Sie wohnen bei sich zu Hause, doch alle paar Wochen kommt jemand der findet, dass so wie sie wohnen nicht ideal sei. Er hat eine gute Idee, wie wohnen effizienter werden könnte. Er reißt Wände ein, verbindet das Wohnzimmer mit der Küche und dem Schlafzimmer und richtet a la new space Manier diesen riesigen Multifunktions-Raum ein. Doch es geht nicht lange, da kommt ein anderer Wohnexperte und räumt wieder um. Er findet es nicht effektiv, dass Sie in Betten schlafen und entwickelt sogenannte Schlafsessel, die im Büro einen Platz finden. Die Küche findet ihren Platz im Bad, gewaschen wird sich im Untergeschoss und da das Dachgeschoss lange nicht genutzt wurde, man aber unbedingt agil und innovativ sein möchte, kommt alsbald die ganze IT-Anlage und die IT-affinen Kinder samt ihrer Zimmer vom 1. Stock in die oberste Etage. Dort wo die Kinder waren zieht jetzt für kurze Zeit Oma ein, was in einem halben Jahr ist, ist ungewiss…Wer ist noch da? Wer muss ausziehen? Wo findet sich welcher Arbeitsplatz und welche Funktionseinheit des Hauses?

Was in einem Privathaus schlichtweg als unzumutbar empfunden würde, wird in Unternehmen ganz selbstverständlich und meist bei jedem Managerwechsel getan. Umstrukturiert. Ganz übersehen wird dabei, dass Menschen

a.) bei zu vielen Veränderungen am Gewohnten FESTHALTEN  und Sicherungsstrategien anwenden
b.) nicht mehr so leistungsfähig sind, weil sie sehr viel Energie für das „NEUE“ aufbringen müssen
c.) unter der Last der Veränderungen drohen zuammenzubrechen.

Studien zum Kontrollerleben bei Menschen verdeutlichen, dass sich bedrohliche, nicht vorhersehbare und nicht beeinflussbare Situationen nachhaltig auf die Motivation, die Stimmungslage und auch auf Lernprozesse auswirken. Das bedeutet: Sie haben keine Lust mehr zu handeln und verkriechen sich niedergeschlagen in einer Ecke. Selbst, wenn Sie doch etwas tun könnten, um Ihre Lage zu verbessern, probieren Sie es gar nicht mehr aus, weil Sie denken, es bringt ohnehin nichts. Punktuell löst solch eine Situation Stressreaktionen aus; mittel- und langfristig können Menschen dadurch psychisch und körperlich krank werden.

Liebe Führungskräfte: Innovation und Anpassung, sowie Veränderung ist grundsätzlich ja nicht schlecht, doch bitte überlegt Euch doch einmal, wie viel Veränderung ihr selbst für Eure Stelle, Euren Tätigkeitsbereich ertragen könntet…

Es würde garantiert so manches Mal nicht nur dem Unternehmen Geld für Fehlzeiten, low performance, teure Abfindungen etc. ersparen (eine Gegenrechnung könnte sich lohnen), sondern auch dem Gesundheitssystem, denn Eins wissen wir mit Gewissheit:

 

STRESS macht KRANK

Sollten Sie ein Coaching benötigen, das Sie sicher durch einen erneuten Change-Prozess führt
Sollten Sie ein Coaching benötigen, damit Sie für sich entscheiden können, was SIE wollen, wozu SIE noch bereit sind und wo SIE nicht mehr mitspielen möchten,
Sollten Sie ein Coaching benötigen, weil die letzte Umstrukturierung Spuren bei Ihnen hinterlassen hat und Sie noch immer mit den Folgen zu tun haben,

dann bin ich gerne für Sie da.

Sonja Mannhardt

 

 

Antworten

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